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gustumasEs geht ums Verkosten

Über Gustumas

Zwei Nudeln und zwei rote Bohnen auf einem großen weißen Teller

Gustumas ist Esperanto und heißt „kostet“ – von gustumi, prüfend kosten. Genau darum geht es hier: ums Verkosten. Und wer Spanisch im Ohr hat, hört darin noch gusto und más – Geschmack und mehr.

Wofür das Ganze?

Ich halte hier meine Versuche zum Thema Verkosten fest. Hauptsächlich, damit ich sie selbst nicht vergesse. Aber auch, damit ich mit Euch darüber diskutieren kann.

Jetzt fragt Ihr Euch sicherlich, warum zum Teufel macht der Max die einmillionste Seite übers Essen und Trinken, und was soll das noch Neues bringen? Und ganz ehrlich, ich frag mich das auch. Warum mache ich es für mich? Nun, ich esse gerne, ich trinke gerne, ich liebe es, zu riechen und zu schmecken und Nuancen herauszuarbeiten, die ich bisher noch nicht im Essen oder Trinken gefunden habe. Und ich bin schrecklich wissbegierig: Ich will wissen, warum etwas so schmeckt und wie man das wiederholen kann.

Aber reicht das? Das allein sicher nicht. Bei meinen Recherchen stoße ich immer wieder auf Texte und unterschiedliche Deutungen von Sachverhalten. Und um die nicht zu vergessen – und vor allem nicht zu vergessen, wie ich sie deute –, will ich sie lieber aufschreiben.

Wie es anfing

Gustumas begann 2011 als kleines Blog, damals noch mit iWeb gebaut und bei Apples MobileMe gehostet. Als Apple MobileMe einstellte, war das alte Blog nicht mehr zu lesen. Im Dezember 2012 habe ich neu angefangen, die alten Artikel nach und nach nachgezogen und im Januar 2013 auf Sandvox umgestellt, nachdem bei iWeb auch noch die Kommentarfunktion ausgefallen war. Bis September 2013 entstanden so rund 30 Texte über Weinproben, Aromen, Fehltöne und das Verkosten selbst.

2026 habe ich Gustumas neu aufgebaut – ohne Werbung, ohne Tracker und mit einem Werkzeug für gemeinsame Verkostungen.

Was es hier gibt

  • Gustumado – die Artikelreihe. Hier stehen die Texte, die nicht veralten: wie man verkostet, wie Aromen und Fehltöne entstehen und wie man darüber spricht. Viele davon sind überarbeitete Fassungen der alten Blogtexte.
  • Sinneswelten – das Archiv. Die Blogtexte von 2011 bis 2013 stehen dort unverändert und mit Datum, als Zeitdokument.
  • Gustumejo – die Verkostungs-App. Eine Runde verkostet mehrere Produkte mit einem gemeinsamen, festen Vokabular und sieht in der Auswertung, was alle wahrgenommen haben – ohne Punkte und ohne Rangliste. Den Anfang macht das Olivenöl. Die Teilnahme ist nur mit Einladung möglich.

Woher die Namen kommen

Warum Esperanto? Weil es ein wenig ist wie das Projekt selbst: eine erfundene Sprache, die auf der ganzen Welt gesprochen werden könnte und aus festen Bausteinen besteht. So ist auch die Methode hier gedacht – ein Vergleich, den jede und jeder überall anstellen kann: Produkte direkt nebeneinander verkosten und die Unterschiede in feste Klassen einordnen. Dass gustumas die Gegenwartsform ist, passt dazu: Dieser Vergleich gelingt im Moment, mit allem gleichzeitig vor sich, und viel schlechter über das Gedächtnis – mehr dazu in Vergleichen statt erinnern.

Aus diesen Bausteinen entstehen alle Namen hier:

  • gustumi – prüfend kosten, probieren
  • gustumas – „kostet“, die Gegenwartsform
  • gustumado – das fortwährende Kosten (-ad-: andauernde Tätigkeit)
  • gustumejo – der Ort des Kostens (-ej-: Ort)

Kontakt

Wer seinen Senf dazugeben will, schreibt mir an info@gustumas.de.

„Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen“, heißt es in einem Spruch, der Goethe zugeschrieben wird. Ich finde, da fehlt was: erst die Augen, dann die Sinne, und wenn es gut ist, soll es mich nie satt machen. In diesem Sinne: Lasst es krachen!