Tour de Wonnegau - Etappe 2

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Kurz nach der spannenden Verkostung der Zalwander + Frey Weine in der Markthalle stand schon das nächste Highlight vor der Tür: die zweite Etappe der Tour de Wonnegau. Zur Erinnerung: Ich hab im letzten Jahr eine Reise durch das Wonnegau gemacht, die dortigen Message in a bottle-Mitglieder besucht und den Kofferraum komplett vollgepackt. In diesem Jahr will ich die Highlights aus dem Sortiment finden, die ich dann jährlich vergleichen möchte.

Damit ich da nicht alleine zu Hause rumsitze und zwei Fläschchen vergleiche, lade ich mir Menschen ein, die gerne Wein trinken und auch mal was Neues (Weinvergleich) ausprobieren möchten.

Mit von der Partie waren diesmal Micha von Taste Berlin/Glut & Späne und Felix vom Schnutentunker-Blog. Für den Anlass habe ich auch noch was neues probiert. Zum ersten Mal Baguette backen. Noch nicht mit französischem Mehl, aber immerhin schon mal mit Sauerteig. Und das ist mir zum Glück ganz ordentlich gelungen.

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Auf dem Programm standen recht unterschiedliche Weine, die schon von Ihrer Vorgabe her auch unterschiedlich ausfallen müssten. Leider sind die Ergebnisse so unterschiedlich, dass mir im Moment die Auswertung hier im Blog unmöglich erscheint. Gerade auch, weil wir es bei der Fülle der Vergleiche (5 Weine ergeben 10 Vergleiche) nicht geschafft haben, dass jeder jeden Vergleich durchführt. Deshalb werde ich auch bei den nächsten Veranstaltungen das Weinangebot erst einmal auf 4 Weine = 6 Vergleiche reduzieren.

Ich glaube auch, dass ich elektronische Unterstützung informationstechnischer Art benötige, um diese Vergleiche in größerem Umfang auswerten zu können. Deshalb werde ich nach der nächsten Tour auch eine Pause einlegen und mich erst einmal um den Aufbau der Datenbank kümmern.

Was bleibt? Der Abend war sehr nett und es hat richtig Spass gemacht. Verlierer des Abends war der Dreissigacker Aulerde 2010, der, aus welchen Gründen auch immer, gegen die anderen Weine recht blass wirkte. Ich hab, um sicherzugehen, am nächsten Tag eine weitere Flasche aufgemacht und interessanterweise war nicht nur der neu geöffnete Wein wunderbar und schön, auch der verkostete roch und schmeckte fast genauso. Was also genau der Grund für den blassen Eindruck war, muß in den nächsten Sessions überprüft werden.

Richtig eingeschlagen hat dagegen der Kirchspiel Riesling vom Seehof. Er präsentierte sich am Feinsten und ausgewogensten. Auch der Adamah von Göhring konnte als fruchtiger, cremiger Alltagswein überzeugen. Beim Weissen Mandelbaum von Dr. Köhler waren es eher die Alterungstöne, die sich in den Vordergrund schoben.

© Max Bareis 2013